Innerschweizer Schwingerverband

125 Jahre Innerschweizer Schwingerverband

Im Mythenforum in Schwyz feierten am Samstag, 10. November 2018, rund 340 Ehrenmitglieder und geladene Gäste den 125. Geburtstag des Innerschweizer Schwingerverbandes. Es war nach dem unvergesslichen Jubiläumsschwingfest Anfang Juli im luzernischen Ruswil der Abschluss der Feierlichkeiten. Dabei wurde auch die neue Jubiläumsschrift vorgestellt.

Eröffnung mit einem Gottesdienst

Das Jubiläumsfest begann mit dem Einzug in die Pfarrkirche St. Martin in Schwyz, angeführt von der Verbandsfahne und allen Kantonalfahnen. Pfarrer Peter Camenzind zelebrierte den Jubiläumsgottesdienst und der aus Bürglen stammende Dekan Walter Baumann hielt die Festpredigt. Zu Ehren der verstorbenen Mitglieder legten zwei Jungschwinger einen Kranz nieder. Lesung und Fürbitten wurden von Aktivschwingern gestaltet.

Grussworte von verschiedener Seite

Nach dem Apéro konnte Rolf Kaufmann, der Präsident der Jubiläumsfeier-Kommission die Gästeschar in der Aula des Mythenforums zum hervorragend hergerichteten Bankett und den eigentlichen Feierlichkeiten begrüssen. Das OK vor Ort leitete Stefan Beeler, durch den Tag führe Roman Schibig. In sympathischen und humorvollen Worten überbrachte Xaver Schuler, Gemeindepräsident von Schwyz, die kommunalen Grüsse. Im Namen aller Zentralschweizer Kantonsregierungen gratulierte Regierungsrat Othmar Reichmuth als Vertreter des Standes Schwyz dem Jubilar, während diesen Part für die befreundeten Verbände Richard Huwyler, Präsident des Zentralschweizer Jodlerverbandes, übernahm. Sowohl in der vormittäglichen Festpredigt wie auch bei allen Grussworten kamen immer wieder die elementaren Werte des Schwingens wie Kameradschaft, Fairness, eiserner Wille oder Brauchtumspflege zur Sprache. Der Obmann des ESV, Paul Vogel, erwähnte in seinen Gratulationsworten, dass diese Werte im Alltag gepflegt werden müssten. Es sei ein schmaler Grat zwischen Tradition und Moderne. Christian Schuler lobte als Aktivschwinger die Arbeit der Vorstandsleute und der vielen, freiwilligen Helfer, von dessen Arbeit die Aktiven tagtäglich profitieren könnten.

Ehre wem Ehre gebührt

Im Verlaufe des Nachmittags durfte Verbandspräsident Peter Achermann diverse Ehrungen vornehmen. Alle Schwinger, welche in der Verbandsgeschichte ein Eidgenössisches Schwingfest oder eines mit eidgenössischem Charakter gewinnen konnten, erhielten die verdiente Anerkennung. Der Reigen begann mit dem leider 2016 verstorbenen Hans Bühler, welcher 1962 den Kilchberger Schwinget gewann. Nicht vor Ort war der inzwischen in Kanada lebende Leo Betschart, der den Unspunnenschwinget 1981 für sich entschied. Auf der Bühne ehren liessen sich Hans Kopp (Kilchbergersieger 1978), Harry Knüsel (Schwingerkönig 1986), Eugen Hasler (Erstgekrönter Eidgenössisches 1989 und Kilchbergersieger 1990) und Martin Grab (Expo-Schwinget 2002 und Unspunnensieger 2006). Gezeigte Bilddokumente und Videosequenzen dokumentierten die herausragenden Erfolge. Auch die noch lebenden Präsidenten wurden für ihre umsichtige Führung des Verbandes speziell geehrt.

Eindrückliche Festschrift

Als Schluss- und Höhepunkt stellte Daniel von Euw als Präsident der Jubiläumsfestschrift-Kommission das neu geschaffene, über 240 Seiten umfassende Werk vor. Die Jubiläumsschrift ist als Chronik der letzten 25 Jahre gestaltet und schliesst nahtlos an das Jubiläumsbuch, welches zum 100-jährigen Bestehen des Verbandes herauskam, an. Es ist reichlich mit sorgfältig ausgelesenen Bildern bestückt und enthält wertvolle Berichte, Statistiken und Grafiken. Allen Anwesenden wurde ein Exemplar abgegeben. Die Jubiläumsschrift kann demnächst auch bei den Klubs oder Verbänden bezogen werden.

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